432 Seiten Geschichte des Dorfes Medernach







In dem 432 Seiten schweren Werk, das am 7. Mai anlässlich der offiziellen Eröffnung der 75-Jahr-Feier in der Sportshalle in Medernach, offiziell vorgestellt worden war, wird die Geschichte des Vereins und vor allem des Dorfes dokumentiert.

In dem 68seiten umfassenden historisch wertvollen Artikel „Die jüdische Gemeinschaft in Medernach – Einwanderung, Integration und Verfolgung“ beschreibt der Historiker Marc Schoentgen das Schicksal der Luxemburger Juden am Beispiel der verschiedenen jüdischen Familien in Medernach.

In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts liessen sich, laut Bericht die ersten Juden in der Ortschaft nieder. Im Jahre 1882 war die kleine jüdische Gemeinschaft so gross geworden, dass die „Israelitische Gemeinschaft“ ein Wohnhaus erwarb und als kleine Synagoge umbaute.

Weitere vom Autor behandelte Themen sind: Soziale und wirtschaftliche Integration - Die Beziehung der Medernacher Gemeinde mit Ettelbrück - Der 2. Weltkrieg - Entrechtung und Enteignung – Flucht und Ausgrenzung - Zwangsarbeit – Deportation – Ausplünderung. Keiner der Medernacher Juden überlebte die Deportation.

Die kleine jüdische Gemeinschaft, die fast ein Jahrhundert lang zur Dorfgemeinschaft gehört hatte, existierte nicht mehr. Dass die jüdische Gemeinschaft voll und ganz ins Dorfleben eingebunden war, zeigt sich am Beispiel der Gründung der Musikgesellschaft im Jahre 1930, an der Norbert Kahn als Vize-Präsident und Jules Herz als aktiver Musikant massgeblich beteiligt waren.

Ein anderer Artikel vom Lokalhistoriker Albert Michels handelt über die Pfarrkirche Medernach, welche viele wertvolle Kunstwerke enthält, so zum Beispiel der imposante, wunderschöne Hochaltar und das antike Portal, welche zu den Schönsten seines Gleichen in Luxemburg zählen und welche im Jahre 1797 vom Franziskanerkloster aus Diekirch erworben wurden.

Weitere interessante Artikel sind unter anderem: „Medernach - Seine Landschaft, seine Geschichte“, „Die Glocken der Medernacher Pfarrkirche“, „Plazen, Gaassen, Weeër a Pied“, „E Miedernacher Meedchen zu Paräis“, „ Eis Sprooch-Di Miedernacher Sprooch“, „D’Miedernacher Caféen, fréier an haut“.

Natürlich handeln auch Kapitel über den Jubilar, die Fanfare Medernach. Das mit fast 600 Fotos bebilderte Werk enthält Artikel von folgenden Autoren: Edmond Kirtz, Albert Michels, Vic. Mollitor, Marc Schoentgen, Colette Thiefels-Alf und Aloyse Weyler. Es bleibt zu hoffen, dass die Autoren und die Musikgesellschaft mit ihrem Werk erreichen, dass ein grosses Stück Kultur und Geschichte von Medernach erhalten bleibt und nicht in Vergessenheit gerät.

Das Buch der Fanfare Medernach, das in 720-facher Auflage gedruckt wurde, kann bestellt werden durch Überweisen von 30 Euro auf das Konto der Fanfare Medernach a.s.b.l.: BCEE - LU92 0019 2900 0274 8000  



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